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Neuer Krankheitsmarker bei Demenz identifiziert

Das neurologische Team des Stroke Centers am Universitätsspital Basel (USB) und die Abteilung Neurologie am Felix Platter-Spital unter der Leitung von Prof. Stefan Engelter, Chefarzt Rehabilitation, konnten einen vielversprechenden Erkrankungsmarker bei Patienten mit einer zerebralen Mikroangiopathie eruieren.

Bei der Mikroangiopathie handelt es sich um die Erkrankung der kleinen Blutgefässe. Betroffen sein können die Nieren, die Augen, das Herz, das Gehirn oder die Füsse. Mikroangiopathie gehört zu der häufigsten Ursache einer vaskulären Demenz.

Die Fachexperten konnten im Rahmen eines multizentrischen Forschungsprojektes unter der Federführung von PD Dr. N. Peters vom USB mit dem sogenannten Neurofilament Leichtketten-Protein (NfL), ein im Blutserum einfach bestimmbarer Krankheitsmarker, identifizieren. Es zeigte sich, dass dieses Protein signifikant mit der in der MRI-Bildgebung (Magnetresonanztomographie) erfassten, vaskulär bedingten neuronalen Hirnschädigung assoziiert ist, wie auch mit den daraus resultierenden körperlichen und für die subkortikale vaskuläre Demenz charakteristischen kognitiven Einschränkungen.


Bedeutender Marker für die Prognose

Es ist das erste Mal, dass mit NfL ein im Blut bestimmbarer Marker gefunden wurde, der sowohl bildgebend als auch klinisch relevante Pathologie der zerebralen Mikroangiopathie widerspiegelt. Diesem Marker kommt somit eine potentiell bedeutende Rolle als Prognose- und Progressionsmarker und letztendlich ergänzender Zielmarker für therapeutische Interventionen zu. 

Das Forschungsprojekt geschah in Kollaboration mit der Universität München und der niederländischen Radboud University Medical Centers Nijmegen. Der Artikel des Forschungsprojekts ist bei dem international renommierten «Journal of Stroke» zur Publikation angenommen worden.

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