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Pflegerisches Angebot

Fachkompetente, engagierte und motivierte Pflegende unterstützen, behandeln und begleiten Sie auf allen Abteilungen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Neben fachlicher Kompetenz tragen Wertschätzung, Respekt und Mitgefühl dazu bei, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen.

Hier finden Sie Informationen zum Pflegerischen Angebot des Felix Platter-Spitals.


Akutgeriatrie

Beim alten Menschen ist vieles anders: Abnehmende Kraft und Beweglichkeit lassen vieles nicht mehr so zu wie früher, die innere Uhr tickt in einem anderen Rhythmus, das Gedächtnis lässt nach und die Gedanken schweifen ab. Die Körperfunktionen verändern sich, Herz, Leber, Nieren oder Darm brauchen medizinische Hilfe. Dazu zwickt es hier und plagt es da. All dies macht die Altersmedizin vielschichtig und anspruchsvoll und damit sehr interessant und spannend.

In der universitären akutgeriatrischen Pflege gibt es daher kein «Schema F»: Jeder Patient wird nach neuesten Erkenntnissen umfassend untersucht mit dem Ziel, ein individuell angepasstes interdisziplinäres Pflege- und Therapieprogramm zu erstellen. Denn die pflegerischen Ansätze müssen den körperlichen und seelisch-geistigen Möglichkeiten des Menschen angepasst werden, um grösstmögliche Unabhängigkeit und bestmögliche Wirkung zu erzielen. Die Realisierung des therapeutischen Programms, die sorgfältige Beobachtung der Patienten in Bezug auf Medikamentenwirkungen und -nebenwirkungen sowie die Durchführung der nötigen Kontrollen erfordern daher eine hochqualifizierte Ausbildung und viel Erfahrung. Auch eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonen, Ärzten und Therapeuten ist unabdingbar.


Rehabilitation

Knochen wachsen wieder zusammen und Wunden heilen auch beim alten Menschen, jedoch viel langsamer als beim Jungen. Der normale, altersbedingte Muskelschwund beschleunigt sich zudem dramatisch, wenn der alte Mensch immobil oder bettlägerig wird. Nach einer Operation, wie zum Beispiel nach dem Ersatz eines Hüftgelenks, müssen deshalb alle Kräfte aufgeboten werden, um das Bett schnellstmöglich zu verlassen, die Gehfähigkeit wieder zu erlangen und die Aktivitäten des täglichen Lebens wieder selbstständig ausüben zu können. Gleichzeitig laufen aber die postoperativen Therapien weiter, zum Beispiel Infusionen oder Wundbehandlungen, und der Körper verlangt nach Ruhe – ein manchmal nicht leicht zu lösendes Dilemma, nicht nur beim alten Menschen. Unsere Pflegenden und Therapeuten setzen alles daran, die optimale Balance für jeden einzelnen Patienten zu finden, indem sie die verschiedenen Anwendungen, Therapien und Übungen zeitlich und inhaltlich auf die individuelle Situation abstimmen. Unsere Wundexperten sorgen zusätzlich dafür, dass auch die Wundheilung optimal verläuft.

Nicht immer und in jedem Fall ist es nach einem Ereignis möglich, alle Fähigkeiten oder die Beweglichkeit in vollem Umfang zurückzuerlangen. Wenn zum Beispiel nach einem schweren Schlaganfall oder einer Amputation Defizite zurückbleiben, sind unsere Pflegenden darum bemüht, die Betroffenen im Umgang mit der Beeinträchtigung zu unterstützen und eine bestmögliche Rehabilitation zu erreichen. Dank der vielfältigen Angebote unserer Tagesklinik ist eine kontinuierliche Fortsetzung der Therapien auch nach der Spitalentlassung gewährleistet. So kann die ambulante Weiterbehandlung beispielsweise in ärztlichen Spezialsprechstunden oder in der Wundsprechstunde erfolgen, wo Patienten mit schlecht heilenden Wunden von speziell geschultem Fachpersonal medizinisch versorgt und beraten werden. 


Alterspsychiatrie

Im höheren Alter kommt es nicht selten zu einer Einschränkung der Hirnleistung. Demenzielle Erkrankungen oder akute Verwirrtheitszustände (Delirien) stellen besondere Anforderungen an die Pflege und Betreuung. Die Orientierung in der Realität fällt diesen Menschen schwer, denn die plausible Interpretation der Sinneswahrnehmung ist gestört: Die Zeit wird von ihnen anders wahrgenommen, fremde Umgebungen können sie verwirren und therapeutische oder pflegerische Handlungen können auf sie bedrohlich wirken. Ungewöhnliche Reaktionen wie Weglaufen, Schreien, aggressives oder herausforderndes Verhalten sind häufige Phänomene, die für die Patienten, ihre Angehörigen und die Pflegepersonen sehr belastend sein können. Neben dem Wissen über die Krankheit eines Menschen und deren Behandlung ist in der Alterspsychiatrie das Kennenlernen der Person eine notwendige Voraussetzung für eine fachlich kompetente und menschliche Pflege. Dies bedingt die Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte der Patienten, mit all ihren schönen und schlimmen Erinnerungen, ihren Verletzungen und Traumata, mit ihren Vorlieben und Abneigungen, wie auch die Wahrnehmung ihrer individuellen Verhaltensmuster. Die gezielte Nutzung der bei den Patienten vorhandenen Möglichkeiten und Kräfte, die achtsame Anwendung alterspsychiatrischer Therapieansätze und die bewusste Gestaltung einer therapeutischen Beziehung sind wichtige Erfolgsfaktoren in diesem Spezialgebiet.


Neurorehabilitation

Nach einem Schlaganfall sind die Herausforderungen an das interdisziplinäre Behandlungs- und Pflegeteam besonders hoch. Auch hier gilt es, das therapeutische und pflegerische Handeln auf den Patienten individuell abzustimmen. Häufig kann sich der Patient nicht verständlich ausdrücken oder seine Wahrnehmung ist unvollständig. Dazu kommt möglicherweise die Unfähigkeit, selber Nahrung zu sich zu nehmen oder zu schlucken. Im Weiteren ist die Mobilität eingeschränkt, nicht selten sind die Patienten zu Beginn der Rehabilitation sogar bettlägerig. In dieser Phase benötigt der Patient umfassende pflegerische Unterstützung. Die Therapieziele, die im interdisziplinären Rapport von allen Berufsgruppen festgelegt und aufeinander abgestimmt werden, müssen von den Pflegenden während 24 Stunden im Auge behalten und entsprechend in den Alltagsverrichtungen umgesetzt werden.


Kontakt

Sekretariat Pflegedienst

Tel. +41 61 326 40 83

E-Mail


Zuweisungen

Ärzte finden hier die entsprechenden Zuweisungsformulare.


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Tel. +41 61 326 41 41
Fax +41 61 326 41 40
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